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Sonntag, 23 Juli 2017 12:10

Ein Forschungssemester an der amerikanischen Ostküste

Im Herbst 2016 ging es für mich los und ich flog nach Boston, um dort im Rahmen meiner Masterarbeit einen halbjährigen Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu verbringen. Die folgenden sieben Monate waren geprägt von vielerlei spannenden Erlebnissen. 

Auf fachlicher Seite habe ich ein Modell zur Messung und Analyse der Leistungsfähigkeit von Produktentwicklungsteams entwickelt und wurde dabei intensiv von meiner Gastuniversität betreut. In meinem Umfeld waren die Forschungsgruppen sehr stark miteinander verwoben und haben ihre Projekte gemeinsam in interdisziplinären Teams durchgeführt, was ich sehr spannend fand. Bemerkenswert war für mich auch die enge, persönliche Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Professoren. Regelmäßig fanden Besprechungsrunden, Präsentationen oder andere Events statt, an denen sich alle Mitglieder der Forschungsgemeinde trafen und austauschten. Zudem schätzte ich an der Universität ihre offene und herzliche Kultur. Jeder war Teil der „MIT-Familie“. Ergab sich eine Frage oder ein Problem, hatte man schnell eine hilfsbereite Person zur Hand. Und traf man irgendwo auf ein interessantes Labor oder Projekt, nahm sich die Person gegenüber – egal ob Student, Post-Doc oder Professor – stets ausgiebig Zeit, um dem Anderen seine Forschung näherzubringen und Fragen zu beantworten. 

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Abseits der Universität, ließen die damaligen Ereignisse keinen Platz zur Langeweile. Ich reiste in der heißen Phase des Wahlkampfes zur Präsidentschaft an und verfolgte ihn hautnah in den darauffolgenden Wochen. Eines der größten und auch emotionalsten Highlights war es für mich, den Wahlausgang im Hause der Demokraten mitzuverfolgen. Außerdem schafften es die New England Patriots, den Super Bowl nach unglaublich hohem Rückstand doch noch sensationell zu gewinnen und sorgten dafür, dass ich anschließend in den Straßen Bostons ähnliche Zustände wie beim Sieg des Fußball WM Finals 2014 in Deutschland erlebte. Komplettiert wurden die tollen Erlebnisse durch Ausflüge in die Natur und andere amerikanische Städte, sodass ich auf ein rundum gelungenes Auslandssemester zurückblicke. 

An dieser Stelle gilt es der Stiftung meinen Dank für die Unterstützung auszusprechen, die mir diese unvergesslichen Erlebnisse ermöglicht hat.

Sven (25), studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen